Posts mit dem Label Neuseeland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Neuseeland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 29. Januar 2016

Der Rest der Vorbereitungswoche

Hallo!
Der Rest der Woche war dann immer ungefähr gleich aufgebaut: 9:00 -12:00 Unterricht, 12:00-13.00 Lunch, 13:00-15:00 Aktivität. Wie lange der jeweilige Teil dann wirklich gedauert hat hing von unserem Programm ab, aber das war so grob der Rahmen des Programms. Nun genauere Berichte über die einzelnen Tage:

Montag, 25.1.2016
So langsam fange ich an mich an die Zeitverschiebung gewöhnen und bin statt um 4:00, um 6:00 aufgewacht. Heute ist der erste „Schultag“ am Wellington Girls College. Das steht deshalb in Anführungsstrichen, weil die Schüler in Neuseeland diese Woche noch frei haben und nur wir an der Schule waren um „vorbereitet“ zu werden. Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt und nach kurzen Aufwärmspielchen fing der Unterricht an. Das Thema heute: Schulsystem und Erfahrungen vorheriger Austauschschüler. Wir haben erste Kiwi-Vokabeln gelernt und jede Menge Papierkram bekommen, haben unser Lunch gegessen und sind gemeinsam zum Te Papa Museum gelaufen. Das Te Papa Museum ist das Nationalmuseum Neuseelands und vermittelt Vieles über die Maori Kultur, aber auch über Wildlife und Umwelt Neuseelands. Es war kostenfrei und echt interessant, wenn auch etwas unübersichtlich.


Dienstag, 26.1.2016
Heute haben wir das erste Mal den Bus zur Schule genommen. Unser Gastvater hat uns geholfen und wir haben nur den Schülerpreis bezahlt, aber Bus fahren ist in Neuseeland ohnehin nicht sehr teuer: Wir fahren etwa 25 Minuten und bezahlen nur 2$, was circa 1,20€ entspricht. Heute war in der Kiwi-Slang angesagt, wir haben unzählige Begriffe gelernt, Gedichte geschrieben und Rätsel gelöst. Es sind teilweise schon echt witzige Wörter: „Ta!“ für „Danke“, „Cut it out!“ für „Lass es sein!“ und so weiter. Ich glaube wenn ich wieder in Deutschland bin, versteht mich keiner mehr… Unsere Nachmittagsaktivität für heute war eine Bootstour nach Somes Island und das war so bombastisch! Ich glaube das war so, wie ich mir Neuseeland von zu Hause aus vorgestellt habe: naturbelassen, sonnig, Blick aufs Meer und einfach unbeschreiblich schön. Die Bilder können nur annähernd wiedergeben was ich dort gesehen habe, aber ich hoffe ihr bekommt trotzdem einen Eindruck wie es für mich gewesen ist. Leider habe ich auch gemerkt, dass man das mit der Sonne echt ernst nehmen muss, denn ich habe meinen ersten Sonnenbrand bekommen…


Mittwoch, 27.1.2016
Heute ging es in der Schule um die Maori Kultur und ihre Sichtweise über die Entstehung der Welt. Wir haben ein paar Maori Wörter gelernt, aber das ist mir etwas zu schwer und unverständlich… Allerdings ist es ein großer Teil der Kultur und fast jeder Neuseeländer kann die Nationalhymne auch auf Maori singen. Das Wetter heute war nicht so toll und das Programm schlicht und einfach unpassend. Heute war eine Bus Tour angesagt, aber es war windig, neblig und hat geregnet. Außerdem waren wir an vielen der Stationen schon am Wochenende mit Brendon, von daher war heute nicht spannend.


Donnerstag, 28.1.2016
Das Thema heute: Kiwi-Food. Wir haben ein paar der klassischen Kiwi-Spezialitäten probiert wie z.B. Marmite. Ich hatte bis jetzt nur davon gehört, aber habe es vorher noch nie probiert. Das ist absolut nicht empfehlenswert! Ich habe es im Schrank meiner Gastfamilie auch schon gesehen und weiß nicht wie man das essen kann. Es schmeckt einfach wie Maggi, aber bitter und konzentrierter. Es gab aber auch leckere Sachen wie L&P Schokolade. Das ist eine Schokolade mit dem Geschmack der neuseeländischen L&P Limonade. Die Leute von euch, die das Kaktus Eis kennen und mögen werden diese Schokolade lieben. Es ist einfach eine ganze Tafel weiße Schokolade mit dem Knisterzeug. Daran könnte ich mich echt gewöhnen. Nachmittags stand Bumper Ball auf dem Programm, was echt Spaß gemacht hat. Man steckt bis zum Oberschenkel in einem Plastikball und spielt Fußball. Wobei Fußball eher der unwichtige Teil ist, da alle versuchen sich gegenseitig umzuschubsen. Es tat noch nicht mal besonders weh und war echt eine coole Erfahrung.

     

Freitag, 30.1.2016

Heute ist der letzte Tag in Wellington gewesen. Wir haben ein großes Quiz über das bereits Gelernte gemacht und haben ein Shared Lunch gemacht. Jeder hat einen Teller mit essen mitgebracht und wir haben Alles geteilt. Da habe ich nochmal ein paar neuseeländische Spezialitäten wie Fish&Chips probiert, was auch echt lecker war!! Die Attraktion des Tages war aber wahrscheinlich das Paintball. Wir sind mit dem Zug zu einem Gelände gefahren, wurden kurz eingewiesen und dann ging es schon los. Fazit: Paintball mach zwar echt Spaß, tut aber auch weh wenn man getroffen wird. Allerdings ist es finde ich so eine Sache, die man einfach mal gemacht haben muss: Mit bunten Farbkugeln auf andere Leute schießen. Morgen geht es dann nach Nelson und ich freue mich schon tierisch endlich meine Sachen auszupacken und „angekommen“ zu sein.

     

Alles in Allem kann ich nur sagen, dass mir die Vorbereitungswoche sehr gut gefallen hat und ich viele tolle Erfahrungen gemacht habe und jetzt definitiv gut auf meine nächste Gastfamilie vorbereitet bin. Wir waren eine tolle Truppe, danke!


Bis bald
Lilly

Freitag, 22. Januar 2016

Endlich angekommen!!

Am 20. Januar ging das Abenteuer los... Nachdem wir 3 Stunden Fahrt bis Frankfurt hinter uns gebracht hatten, trafen wir auf die Reisegruppe und checkten gemeinsam ein. Danach war noch etwas Zeit um mit seinen Eltern oder Freunden über den Flughafen zu spazieren. Als dann Abschied angesagt war, ging alles ziemlich schnell: Sicherheitscheck, Winken, auf die Leute mit Zubringerflügen treffen und dann ging schon das Boarding los. Ich saß mit 2 Mädchen, die ich schon auf dem Vorbereitungsseminar in Deutschland kennen gelernt habe, in einer Sitzreihe und wir hatten einfach bombastische Plätze! Wir saßen hinter einer Wand, die einen Lagerraum vom Sitzbereich abtrennte und hatten unglaublich viel Beinfreiheit. Der Flug war dann mit 13 Stunden zwar lang, aber durch Entertainment und Weiteres relativ erträglich. In Singapur angekommen hatten wir von insgesamt vier Stunden Aufenthalt noch eine Stunde Zeit um den riesigen Flughafen unsicher zu machen. Ich bin mit einem anderen Mädchen zusammen zum Schmetterlingsgarten gelaufen, den ich unbedingt sehen wollte. Der war zwar schön, aber ging eher als Schmetterlingszimmer durch. 



Eine Stunde ist schnell vorbei und so passierten wir erneut den Sicherheitscheck und betraten das Flugzeug in dem wir die nächsten 9 Stunden verbrachten. Unser Zeitgefühl in Auckland angekommen war dann gleich null, da wir in 3 Zeitzonen waren und 2 Mal die Nacht über geflogen sind. Auckland war dann schon etwas nervenaufreibend durch die Passkontrolle, den Zoll, die Spürhunde und einen weiteren Sicherheitscheck. Allerdings durften wir kurz nach draußen, wo die Sonne strahlte und gefühlt 30 Grad Temperatur waren. So kommt man doch gerne in Neuseeland an... Wir wollten trotzdem glaube ich alle gerne schlafen, aber der nächste Flug wartete auf uns: eine Stunde bis nach Wellington, was recht kurz und schmerzlos war. In Wellington holten wir dann unser Gepäck vom Band und wurden mit Kleinbussen zu unserer Schule, die wir die erste Woche besuchen werden, gebracht. Nach einer kurzen Einführung holten uns unsere Gastfamilien ab und überließen uns nach Dinner und Dusche unserem Bett... Und jetzt? Jetzt bin ich in der Gastfamilie (zusammen mit 2 deutschen Mädchen), in der ich für die Vorbereitungswoche bleiben werde, um dann weiter nach Nelson zu fliegen. Zum Glück habe ich dann jetzt eine Woche Zeit, um mich an die 12 Stunden Zeitverschiebung bis nach Deutschland zu gewöhnen und erste Eindrücke von Neuseeland zu sammeln. (Es heißt ja, man soll 1 Tag pro Stunde Zeitverschiebung einrechnen, bis man sich dran gewöhnt hat... Das wären dann 12 Tage) 

Montag, 7. Dezember 2015

Vom Traum zur Wirklichkeit...

Hallo ihr Lieben,

Es steht nun alles fest für mich: Ich habe meine genauen Flugdaten, meine Gastfamilie und eine Schule, die ich besuchen kann. Ich möchte euch allerdings zuerst mal von meinem Traum eines Auslandaufenthaltes erzählen... Ich war schon immer sehr reisefreudig und habe es geliebt in meiner Kindheit mit der Familie zu verreisen (auch heute noch). Ich fand es einfach unglaublich spannend andere Menschen und Kulturen kennenzulernen und all die wunderschönen Orte der Welt zu entdecken. Da wir dann auch relativ viel gereist sind, habe ich ein großes Interesse am Ausland entwickelt und mir meine Zukunft fern von zu Hause ausgemalt. Am meisten dazu inspiriert ins Ausland zu gehen hat mich aber denke ich mein Bruder, der für 10 Wochen in Australien war und anschließend auch für 10 Wochen seinen Austauschschüler bei uns zu Gast hatte. Diese "klassische" Form des Austausches wird leider kaum noch angeboten und somit ist es schwer einen Platz in so einem Programm zu bekommen. Mein Bruder war damals mit der Bezirksregierung Düsseldorf weg, die auch einen Neuseeland-Austausch anbietet und war sehr begeistert. Allerdings wurde ich dort nicht angenommen, weswegen ich mich langfristig damit abfinden musste keine Neuseeländerin aufzunehmen (zumindest nicht über diesen direkten Austausch). Das habe ich dann allerdings auch überstanden und mich nicht unterkriegen lassen, denn mein Ziel stand fest: 3 Monate in Neuseeland. Als ich mich dann schließlich bei Give beworben hatte ging alles Schlag auf Schlag... Ich bekam eine Einladung zum Interview und schließlich mein Vertragsangebot zugeschickt, beantragte mein Visum und war dieses Wochenende auf dem Vorbereitungsseminar in Dortmund. Genau, so war das und jetzt sind es noch knapp 2 Monate bis ich nach Neuseeland fliege und meinen lang ersehnten Traum erfüllen darf. Ich bin so unfassbar glücklich, dass ich diese Erfahrung machen darf und bin all den Leuten, die mir dabei geholfen haben, vor allem meinen Eltern, sehr dankbar. 


Bis dann
Eure Lilly